Sanbozen
ist der neue Name unserer Zen-Schule. Der bisherige Name Sanbo Kyodan wurde fallen gelassen, da der Begriff "Kyodan" (übersetzt: Gemeinschaft, Vereinigung) im Laufe der letzten Jahre in Japan fast nur noch in Verbindung mit terroristischen Gruppen verwendet wurde und daher einen sehr negativen Beigeschmack bekommen hat.
Sanbozen heißt übersetzt „Zen der drei Schätze“ und folgt als Zen-Schule in ihrer Meditationspraxis den beiden großen, alten Zen-Traditionen Soto und Rinzai: sie pflegt sowohl die Übung des stillen Nur-Sitzens (”Shikantaza”) - aus der Soto-Tradition - als auch die Übung mit Koans - aus der Rinzai-Tradition. Vom japanischen Staat wurde sie 1954 offiziell als eigenständige Zen-Linie anerkannt.
Ihr Charakteristikum im Vergleich zu anderen Zen-Schulen ist, dass sie die Zenpraxis aus der bis dahin üblichen Verbindung mit der buddhistischen Religion und mit dem Leben in einem Kloster losgelöst hat. Das Oberhaupt des Sanbozen ist kein Mönch, sondern ein "Laie", genauso wie die meisten Lehrer der Schule. Und unterweisen lassen kann sich jeder und jede – gleich welcher Nationalität, Weltanschauung oder Konfession. Zen ist keine Religion, keine Philosophie, keine Technik, sondern ein Übungs- und Erfahrungsweg.
Hauptsitz der Schule
ist das San-un-Zendo (”Drei-Wolken-Zendo”) in Kamakura/Japan. Weltweit zählt Sanbozen heute etwa 70 Lehrende.
Reinhard Busmann, Shin´un-ken ist Meister (Associate Zen Master, Roshi) innerhalb von Sanbozen.
Weiteres auf der Internetseite https://ssl.sanbo-zen.org/
